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Literatur

Der nachfolgende, von mir nach persönlichen Kriterien ausgewählte Literaturauszug richtet sich vorzugsweise an den fachlich interessierten Nichtfachmann und erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Die drei Allgemeinwerke von Oliver Bloodstein und C. Woodruff Starkweather zum Thema Stottern liegen zur Zeit leider immer noch lediglich in englischsprachiger Originalausgabe vor:

    Oliver Bloodstein, Stuttering: The Search for a Cause and Cure, Boston 1993, Allyn & Bacon,

   Oliver Bloodstein, A Handbook on Stuttering, 5. Auflage, San Diego 1995, Singular Publishing Group,

   C. Woodruff Starkweather, Fluency and Stuttering, New Jersey 1987, Prentice Hall.

Deutschsprachige allgemeine Stotter-Literatur gibt es insgesamt weniger auf der Welt als englischsprachige Stotter-Literatur. Zu erwähnen sind die beiden Bücher von Prof. Peter Fiedler (Dipl.-Psychologe) und  Ursel Mielke (Dipl.-Pädagogin), die das Thema Stottern aus ihrer jeweiligen Fachdisziplin heraus beleuchten:

    Peter Fiedler/ Renate Standop, Stottern: Ätiologie, Diagnose, Behandlung, 4. Auflage, Weinheim 1994, Psychologie Verlags                                                                                                                                                                                 Union,

    Ursel Mielke u.a., Stottern: Ursachen, Bedingungen, Therapie, Berlin 1993, Ullstein Mosby.

Erfreulicherweise gibt es mittlerweile ein deutschsprachiges Übersichtswerk zum Thema Stottern, welches in seiner Darstellung weitestgehend interdisziplinär vorgeht; bezeichnenderweise von einem Diplom-Mathematiker verfaßt:

    Ulrich Natke, Stottern: Erkenntnisse, Theorien, Behandlungsmethoden, Verlag Hans Huber, Bern 2000.

Ein neueres allgemeines Übersichtsbuch zum Thema Stottern besticht wegen seiner detaillierten, umfangreichen Literatur-Recherchen nicht nur als Nachschlagewerk. Es beschreibt vor allem aus dem Bereich der Tiefenpsychologie heraus "mit alten Bausteinen ein neues 'Gebäude' zur Diagnostik und Therapie von stotternden Menschen". Nebenbei wird - längst überfällig, wie ich finde - die Fachkompetenz der vielen aus der Stotterer-Selbsthilfe hervorgegangenen "Stotterexperten" kritisch hinterfragt. Unbedingt lesenswert!

   Jürg Kollbrunner, Psychodynamik des Stotterns, Stuttgart 2004, Verlag Kohlhammer.

Ein kleines, schnell und gut lesbares "Schmuckstück" beschreibt kurz und übersichtlich nahezu alle Facetten bzgl. der Veränderungsmöglichkeiten von Stottern und beschäftigt sich außerdem intensiv mit dem innerhalb der Stotterliteratur oft vernachlässigten Thema Rückfall:

    Wolfgang Wendlandt, Stottern ins Rollen bringen, Köln 1994, Demosthenes Verlag.

Wolfgang Wendlandt gehört mittlerweile zu den produktivsten  Autoren deutschsprachiger Fachbücher zum Thema Stottern. Auf zwei aktuelle Neuerscheinungen möchte ich besonders hinweisen:

    Stottern im Erwachsenenalter. Grundlagenwissen und Handlungshilfen für die Therapie und Selbsthilfe, Stuttgart 2010,
       Georg Thieme Verlag,

   Abenteuer Stottern: Ganzheitliche Wege und integrative Konzepte für die Therapie und Selbsttherapie - Ein Praxisbuch, Köln 2010,
        Demosthenes Verlag.

Ersteres handelt allgemein von den theoretischen Grundlagen, schwerpunktmäßig den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung und abschließend von der integrativen Behandlungspraxis. Letzteres betrachte ich als eine methodisch umfangreiche, fachlich fundierte Ausgestaltung der in "Stottern ins Rollen bringen" kurz skizzierten Veränderungsansätze. Sehr empfehlenswert!

 

Das Standardwerk zum Thema Stottermodifikation, welches dank Andreas Starke seit langem auch in deutscher Übersetzung vorliegt, stammt aus der Feder des Begründers dieser Methode:

    Charles Van Riper, Die Behandlung des Stotterers, 4. Auflage, Köln 2002, Demosthenes-Verlag.

 

Bücher mit Artikeln von Stotternde für Stotternde erfreuen sich wegen ihres hohen Identifizierungsgrades gerade bei Stotternden innerhalb der Selbsthilfe großer Beliebtheit. Als "Klassiker" unter ihnen gilt sicherlich:

    Stephen B. Hood, An einen Stotterer, 6.Auflage, Köln 1993, Demosthenes Verlag.

Ich persönlich bevorzuge allerdings eher die Anthologie von Erhard Hennen, weil sich in ihr auch andere Methoden außer der Stottermodifikation wiederfinden:

    Erhard Hennen (Hrsg.), Entmachtung des Stotterns, Köln 1989, Demosthenes Verlag.

 

Zum Abschluß noch ein Insidertip aus der Stotterer-Selbsthilfe, der es unter Freunden der sogenannten Naturmethode zu einem gewissen Kultstatus geschafft hat. Anzumerken ist von meiner Seite, daß dieses Buch bei weitem nicht das gesamte Spektrum der Methode von Erwin Richter beinhaltet (umfassend beschrieben wird diese von Richter selbst in Erhard Hennens: Entmachtung des Stotterns), sondern lediglich den Teil, der sich mit reinen Sprechübungsbehandlungen befaßt. Dies wird von vielen Anhängern des "klangvollen Sprechens" leider immer wieder übersehen.

    Erwin Richter, Natürliches Sprechen befreit vom Stottern, Köln 1996, Demosthenes Verlag.

 

Wer sich gerne über den aktuellen Stottern-Forschungsstand in Kenntnis setzen möchte, dem sei die englischsprachige, offizielle Zeitschrift der International Fluency Association empfohlen, die sich insbesondere dem Thema Stottern widmet.

    Journal of Fluency Disorders, Amsterdam, Elsevier Science

 

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